Responsive Webdesign
Genau so wie sich das Internet in den letzten Jahren verändert hat, so veränderte sich auch die Hardware mit der das Internet besucht bzw. betrachtet wird. Noch vor ein paar Jahren wurden Webseiten ausschließlich mit Desktop-PC’s angesteuert und betrachtet. Die Bildschirme, die visuelle Verbindung zwischen Mensch und Maschine, wechselten von der Röhre zum LED-Flatscreen und auch diese wurden immer größer und leistungsfähiger, ihre Auflösung immer höher.

Die Programmierung von Webseiten beschränkte sich auf das optimierte Aussehen auf diesen Ausgabegeräten und wurden auf die jeweiligen Auflösungen der verschiedenen Bildschirme angepasst.

Heutzutage gibt es viele verschiedene Geräte mit denen Webseiten besucht werden, vom extrem hochauflösenden UHD Smart-TV in 5k über das Smartphone oder Tablet, bis hin zur kleinen Smart-Watch mit Bildschirmen nicht größer als eine Briefmarke, und auf jedem Device soll eine Webseite gut aussehen und noch wichtiger, sie soll die Inhalte und Informationen für den Besucher übersichtlich und logisch aufbereitet darstellen.

Genau hier setzt das responsive Webdesign an. Responsiv steht für ansprechen oder auch reagieren, die Webseite wird so programmiert das sie merkt mit welcher Hardware bzw. mit welchem Device sie gerade besucht wird und passt darauf hin ihr Layout an, ohne das Sie als Besucher irgend etwas umschalten oder tun müssen. Dies alles wird mit HTML5, CSS3 und Media Queries bzw. JavaScript realisiert.

Webseiten sehen dann mit einem Smartphone betrachtet anders aus als mit einem Notebook. Und sogar die Ausrichtung verändert das Aussehen, je nach dem wie Sie Ihr Gerät halten, hochkant oder quer, was besonders an Tablets schön zu beobachten ist. Auch die Navigation wird beeinflusst, bediene ich die Webseite mit einem Touchscreen oder klicke ich mit der Maus. Die Interaktion mit der Webseite wird auch in Zukunft durch weite Funktionen und Gesten ausgebaut, wie z.B. die Druckstärke auf einem Touchscreen, dies ermöglicht eine 3-Dimensionale Bedienung der Seite.

Gehen wir mit dem Smartphone auf eine Webseite die noch nach klassischen Raster aufgebaut ist, merkt man sehr schnell das hier die Bedienung benutzerunfreundlich ist, die Folge: Informationen werden nicht gefunden oder können nicht angewählt werden, die Seite wird nicht mehr besucht.

Es macht also Sinn seine Webseite in einem responsiven Layout zu publizieren, zumal auch der Programmieraufwand wesentlich reduziert wird. So wird bei einer responsiven Webseite nur ein einziger Webauftritt, der sich individuell anpasst, programmiert. Bei der klassischen Variante ist für jedes Ausgabegerät unter Umständen jeweils eine Webseite zu erstellen, was hohe Kosten und viel Zeit bei einer Aktualisierung bedeutet. Selbst der Internetgigant Google erkennt in seinem Suchalgorithmus responsive Webseiten und bevorzugt diese im Ranking.

Immer mehr Webseiten werden heute mit mobilen Endgeräten betrachtet, und es werden immer mehr. Der klassische Desktop-PC oder auch das Notebook auf Ihrem Schreibtisch wird auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung behalten und ist in vielen Dingen gar nicht wegzudenken, allerdings sollte man beachten – wenn eine neue Webseite, dann zukunftsorientiert als responsives Layout.